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Samstag, 16. Mai - 11:45 Uhr Maiwallfahrt nach Moresnet

Inspiriert durch einen Schulungsbesuch in Regensburg, fassten die pflegerischen Temleiter den Entschluss die Dekoration und Animation im Marienheim an markanten und historischen Ereignissen zu orientieren.  Bekanntlich wird in unseren Breitengraden im Mai die Muttergottes verehrt.  Zu diesem Zweck wurden auf den Wohnberechen kleine Gebeltsaltare eingerichtet.

Der Höhepunkt dieser Mai-Aktivität stellte ein Besuch des Marien-Wallfahrtsortes Moresnet dar.

Ein kurzer Aufruf genügte und zahlreiche Familienangehörige, Freiwillige und Personalmitglieder freuten sich ihre Zeit und ihr Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.

Leider war der Wettergott nicht ganz auf unserer Seite, so dass die Außenaktivitäten buchstäblich ins Wasser gefallen sind.

Ein besonderen Dank gilt unserem befreundeten Altenheim Regina in Moresnet, die uns fürsoglich aufgenommen und bewirtet haben.

Ein "Rückbesuch" ist schon in Planung.

Sehen sie hier die Fotostrecken unseres Besuches.


Samstag, 16. Mai - 11:39 Uhr Das alte und neue Raeren (Freddy Derwall - mit spitzer Feder)

Grenz-Echo vom 16.05.2009

Das Marienheim von Raeren liegt in einer Mulde. Viel Grün, schaut man sich um, ist am Wiesenrand die Turmspitze der St. Nikolaus-Pfarrkirche zu sehen. Das Bild birgt einen tieferen Sinn. Hier ist viel ländliche Ruhe und doch bleibt die Mitte der weitläufigen Gemeinde nahe. Für ein Seniorenheim mit 150 Betten ist das ein optimaler Standort. Folgt man den Hinweisschildern entdeckt man hinter verwinkelten Straßen ein beeindruckendes Gebäude. So sehen in Ferienorten der Alpen die Sport-Hotels aus. Strahlend weiß, Balkone, Wasserflächen, der ältere Trakt schön integriert. Ein kleiner Dachreiter mit Kreuz deutet an, dass es sich um eine christliche Einrichtung handelt, doch wirkt er bescheiden, unaufdringlich. Einige Schwestern der Aachenerin Franziska Schervier leben seit 1988 im »Haus Peter« am Weiher des Marienheims. Als dieser Orden der Armen 1845 gegründet wurde, hatten sich die Nonnen zum Ziel gesetzt, »die Wunden Christi in seinen Gliedern zu heilen«, alle Wunden, so betonten sie, »die des Leibes und der Seele«. Es mag etwas fromm klingen, doch sprechen die Fakten eine nüchterne Sprache. Im Heim werden betagte Menschen nach dem neuesten Stand der Pflege betreut. 123 Personalmitglieder und 64 freiwillige Helferinnen haben der von der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Gemeinde Raeren geförderten Einrichtung einen Ruf verschafft, der weit über die lokalen Grenzen hinaus reicht. Pastor Robi Kohnenmergen erzählt, dass in ihren Familien zu Besuch weilende Heimbewohner am Abend zu sagen pflegen: »Nun bringt mich nach Hause«. Diese innige Beziehung bedeutet sehr viel für eines jener so genannten »Altenheime«, von denen noch vor einigen Jahrzehnten das Vorurteil zirkulierte, dass die Bewohner dort »auf den Tod warten«. Im Gegensatz zu den heutigen Tendenzen des lieblosen Abschiebens von zunehmend älteren Personen, pflegte etwa die Antike ein ganz anderes Verhältnis zum »gerontos«, zum weisen Alten, dem Ehre und Dank entgegen gebracht wurden, weil seine Jahrzehnte lange Erfahrung dies verdiente. Die beeindruckende Außen- und Innenarchitektur des Raerener Heimes und die hier waltende Philosophie von Lebensqualität wird dieser Ethik gerecht. Es ist keine Frage mildtätiger Gefälligkeit, sondern Dienst auf hohem Niveau aus Pflicht und Schuldigkeit.

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Die neue Kapelle des Marienheims entspricht dieser Konzeption auf eine fließende Weise, denn der von Licht durchströmte Raum verbindet die im ganzen Haus waltende Offenheit und Modernität mit einer lokal- und regionalgeschichtlichen Komponente, die sofort berührt. Namhafte Raerener Künstler sind hier präsent und geben dieser Stätte der Stille und des Gebetes einen zugleich heimatlichen und weltoffenen Rahmen. Aus der alten Kapelle wurden die Glasfenster von André Blank übernommen, dessen Name in der belgischen Kunstszene auch nach seinem Tode ständig an Klang gewinnt. Die Statuen von Maria und Joseph stammen von Maria Hasemeier-Eulenbruch, die im Vatikan und New York ausgestellt hat. Der Raerener Steinmetz Robert Radermacher gestaltete den Altar. Das Kreuz besteht nur noch aus zwei Händen, die von einem zerstörten Werk gerettet wurden. Im Vorraum eine Schnitzarbeit von Peter Emontspool zur Erinnerung an den Pfarrer und Heimatforscher Viktor Gielen, der zugleich ein großer Erzähler war. Schließlich ein Kreuzweg von Blank, früh, selten, in rotem Ton gebrannt.

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»Streudorf«, so hat ein poetischer Wortschöpfer Raeren einmal genannt; doch ist die Gemeinde groß und kompakt zugleich. Sie ist nicht einfach dahin gestreut, sie hat Charakter und respektable Geschichte. Der Glanz der Kaiserstadt ist nahe, doch vereinnahmt er nicht. Raeren ist auf eine robuste Art freundlich und gibt seine Eigenart nicht preis. Da ist, abseits der Landstraßen von Aachen nach Eupen und in die Eifel, im Laufe der Jahrhunderte ein sehr selbstständiges Gebilde entstanden, wo ein weltberühmtes Töpferhandwerk, bedeutende zeitgenössische Kunst und eine ureigene Mundart aufblühten. Otto Eugen Mayer und Michel Kohnemann haben dazu viel Lesenswertes publiziert. Es reicht von abstrakten Farbkompositionen bis tief zurück in die Römerzeit. Im Marienheim und seiner Kapelle lebt diese Kunstfertigkeit wieder auf, Altes und Neues wird sensibel miteinander verbunden. Bereits in den kleinen Raerener Kapellen auf Berlotte und Berg ist dies auf diskrete Weise gelungen. Die Vergangenheit bleibt präsent ohne die Gegenwart zu bedrängen. Man darf es durchaus auch »Identität« nennen, es klingt sehr ostbelgisch und hat viel mit Tiefgang zu tun.


Donnerstag, 14. Mai - 09:46 Uhr Internationale Anerkennung für das Marienheim Raeren

Grenz-Echo vom 12.05.2009

Freiheitsberaubende Maßnahmen werden noch in vielen Alten- und Pflegeheimen ergriffen. Häufig werden Senioren wegen ihrer kognitiven Störungen, Verhaltensauffälligkeiten und der Sturzgefährdung durch Bettgitter oder Sicherungsgurte ihrer Freiheit beraubt. Mit Unterstützung der DG wurde in den Altenheimen unserer Gemeinschaft bereits 2005 ein Standard erarbeitet, der freiheitsberaubende Maßnahmen deutlich reduziert.

In den Cantous-Wohngemeinschaften des Raerener Marienheims, die seit 1999 Menschen mit demenzieller Veränderung nach einem fachlichen Standard betreuen, wurde in den letzten 2 Jahren massiv in Aus- und Weiterbildung des Personals investiert und eine Krankenpflegerin mit dem Projekt "Reduzierung von freiheitsberaubenden Maßnahmen" beauftragt.

Inzwischen ist das internationale Fachpublikum auf die guten Ergebnisse dieser Projektarbeit aufmerksam geworden. So wurden die Arbeitsstandards in der jüngeren Vergangenheit auf dem "Congrès national des professionnels de la gériatrie" in Paris (24.03.2009) und auf dem "Congreso internacional de la sociedad Espagnol de enfermeria geriatica y gerontologica" in Málga (24.04.2009) vorgestellt.

Patrick Laschet, Direktor des Marienheims: "Auch wenn unsere Bewohner nicht direkt aus den Ergebnissen von solchen Kongressen profitieren, so sehen wir doch in der internationalen Anerkennung eine Bestätigung unserer täglichen Arbeit."

Nach der Fertigstellung der Um- und Erweiterungsarbeiten, die eine Investition in Steine darstellte, hat unser Verwaltungsrat im Jahr 2006 den Entschluss gefasst, auch bedeutende Mittel (75.000 ? / Jahr) in die Mitarbeiterentwicklung und Qualitätssicherung zu investieren.

Nach einer gründlichen Prüfung der Ist-Situation wurden die bestehenden Strukturen komplett weiterentwickelt. Anstatt wie bisher die Verantwortung auf wenige leitende Schultern zu legen, wurde das Ziel verfolgt viele Mitarbeiter zu implizieren. So wurden neben den Teamleitern und Teamkoordinatoren, die im Haus Verantwortung für einzelne Arbeitsgruppen übernehmen auch Personalmitglieder mit Projektverantwortung beauftragt. Andere Mitarbeiter wurden in verschiedenen Fachgebieten wie: Demenz- und Palliativversorgung, Hygiene, Kommunikation, Wund- und Risikomanagement zu Mentoren ausgebildet. In dieser sogenannten "Train-the-Trainer-Methode" übergeben die frisch ausgebildeten Mentoren den neuesten Wissensstand an alle Mitarbeiter des Hauses.

Im September 2007 wurde eine Qualitätsmanagerin eingestellt. Durch Standardisierung von Kernprozessen (Einzug, Ernährung, Betreuung, Pflege,...) wird sichergestellt, dass der Bewohner auf eine konstante Dienstleistungsqualität zurückgreifen kann. Mittels standardisierter Pflegevisiten kontrollieren 6 Auditoren wohnbereichsübergreifend das Arbeitsergebnis. Wird bei diesen Visiten ein Mangel an Qualifikation festgestellt, so erhält der betreffende Mitarbeiter eine zusätzliche Einweisung oder einen erfahrenen Kollegen zur Seite. Ein anderer Pflegevisitenprozess, misst die körperlichen und seelischen Risiken des Heimbewohners. Hierdurch werden frühzeitig vorbeugende Maßnahmen ergriffen und viele Komplikationen vermieden.

Die Arbeitsstandards sind für alle Mitarbeiter verpflichtend, können aber mittels eines Vorschlagwesens dynamisch durch Mitarbeiter und Nutznießer angepasst werden. Dieses individuelle Mitspracherecht, die Einbindung der Personalvertretung (Gewerkschaft), des Bewohner- und Familienrates, aber auch die regelmäßige Konsultation von externen Dienstleistern (Ärzten,...) ist lt. dem Direktor ein wichtiger Eckstein des Erfolges.
Aktuell werden spezialisierte Schulungen (Betreuung von Menschen mit Demenz, Palliativbegleitung,...) für ehrenamtliche Mitarbeiter ausgearbeitet. "Ohne unsere 120 Ehrenamlter könnten viele Ziele nicht erreicht werden. Deshalb ist es für uns wichtig, dass wir diesen motivierten Menschen professionelles Wissen zugänglich machen."
Ein weiteres Projekt hat der Verwaltungsrat schon ins Auge gefasst. Nach intensiver Analyse der demographischen Entwicklung und gedrängt durch die langen Wartelisten die zurzeit vorliegen, möchte das Marienheim seine Bettenkapazität von aktuell 150 auf 210 Plätze aufstocken. Ein entsprechender Antrag wird zurzeit durch den zuständigen Minister, Bernd Gentges, geprüft.

Weitere Presseberichte zum Thema:

BRF-Hörfunk: Brasserie vom 06.05.2009
BRF-Fernsehn: Blickpunkt vom 13.05.2009


Dienstag, 12. Mai - 10:17 Uhr Konzert des Raerener Kinderchores

In ihren orangenfarbenen T-Shirts verströmten Sie den Frühling, die ca. 30 Kinder des Raerener Kinderchores. Um 15:00 Uhr ging es los. Vor zahlreichen Bewohnern des Raerener Marienheimes sangen die Kinder, alle im Alter von 8 bis 14 Jahren, rund eine Stunde lang im Sonnengarten des Hauses. Jedes Lied wurde von dem Dirigenten Herrn Marc Lemmens kurz eingeleitet und von dem Pianisten Raymond Huynen am Keyboard begleitet. Neben älteren Stücken, präsentierte der Chor unter anderm das spanisch/englische Lied "La Musica". Dieses Stück gilt als Brücke zur älteren Generation und kam beim Publikum gut an, genauso wie das englische Stück "children are the future of the world". Neben weiteren Friedensliedern wurden auch einige latein amerikanische Stücke dargeboten. Zum guten Schluss erhielten alle Mütter im Publikum eine Blume zum Muttertag, überreicht von den Kindern.


Dienstag, 07. April - 11:40 Uhr Die Modenschau im Marienheim- eine Veranstaltung zum Wiederholen!

Die Modenschau mit Verkauf begann offiziell um 13 Uhr. Jedoch hatten die Veranstalter den Eindruck, als hätten sich einige Bewohner mit dem Mittagessen beeilt, denn schon 20 Minuten vorher stürmten die Ersten zu den zahlreichen Kleiderständern um den von allen Frauen bekannten ?Shoppingdurst? zu stillen.  Das Tolle an dem Nachmittag:  alle Kleidungsstücke waren mehrmals in allen Größen vorhanden. Für einen Tag wurde der Sonnengarten des Marienheims zum richtigen Bekleidungsgeschäft.  Hier war für alle was vorhanden: für klein, groß, dick, dünn, Mann, Frau, für drunter und drüber, für Tag und für Nacht, Schuhe, junge frische Mode mit größtem Tragekomfort aber auch gediegen, stilvoll oder sportlich.

Mehr als 100 Leute versammelten sich an dem Sonntag im Marienheim zum Anprobieren, zum Kaufen. Auch von außerhalb und aus umliegenden Gemeinden kamen Besucher und profitierten von dem Geschäft auf Rädern.

Weiterer Blickfang an dem Tag war die Vernissage der Werke, der kürzlich gegründeten Malgruppe des Marienheims. An die 30 Bilder sind zusammengekommen und konnten bewundert und angesehen werden.

Höhepunkt des Nachmittags war ganz klar das Defilé mit 13 Models, die im Marienheim leben.  So wurde allen Besuchern deutlich, dass die angebotene Kleiderware nicht nur gut am Bügel hängend aussieht, sondern auch an ?dir und mir? sei es im Rollstuhl, mit Gehwagen?.was daher macht. 

Wie bei einer Modenschau üblich, wurde allen Besuchern ein Glas Sekt gereicht und der entspannte Shopping-Nachmittag wurde zur gelungenen Veranstaltung bei dem alle auf ihre Kosten kamen:  Die Ergotherapeuten über den reibungslosen Ablauf und das große Interesse,

die Modefirma über den guten Verkauf, und die Käufer über das schöne Kleidungsstück.

Wir werden die Veranstaltung sicherlich wiederholen. Herbst- oder Winterkollektion lässt grüssen?.


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