Organisation der Dienstleistung

  • Alle Funktionsbereiche und Leitungsebenen stehen im Dienste des Bewohners.
  • Der Bewohnerrat und die Vertretung der Ordensgemeinschaft beraten das Kuratorium.
  • Die Heimleitung ist dem Kuratorium (Vertreter der Dorfgemeinschaft) direkt unterstellt.
  • Die einzelnen Bereichsleitungen unterliegen den Weisungsbefugnissen der Heimleitung.
  • Die Mitarbeiter der einzelnen Bereiche werden durch den jeweiligen Ansprechpartner geleitet.

Dienstplanung

Grundsätze für den Bewohner

Zu jedem Zeitpunkt sind unsere Dienste ausreichend mit qualifiziertem Personal besetzt. Der Dienstplan gestaltet sich nach den Bedürfnissen der Bewohner und orientiert sich am hausinternen Gesellschaftsleben.

Grundsätze für das Personal

Die Dienstplanung: 

  • basiert auf Regeln, die für alle Arbeitnehmer gleich sind
  • wird mindestens einen Monat im voraus gestaltet
  • garantiert dem Personal eine planbare Freizeit
  • Teambesprechungen und vom Arbeitgeber anerkannte Weiterbildungen sind Bestandteil der Arbeitszeit
  • der Einsatz eines hausinternen Springerdienstes garantiert auch bei Arbeitsspitzen und kurzfristige Ausfällen eine hohe Qualität ohne die Mitarbeiter zu überfordern

Die Servicebereiche

Sie stehen im Dienst des Hausbewohners und werden durch eine examinierte Pflegekraft geleitet. Die Servicemitarbeiter sind speziell auf die Bedürfnisse eines Alten- und Pflegewohnheims geschult.

Der Bereich Service ist über standardisierte Nahtstellen mit den therapeutischen und pflegerischen Prozessen verknüpft und umfasst die Abteilungen:

  • Alltagsbegleitung
  • Essenverteilung im Restaurant / im Zimmer
  • Hol- und Bringdienste
  • Küche
  • Wäscherei
  • Raumpflege
  • Haustechnik

 

 

 

Führen und Leiten

Führen bezeichnet den Prozess, sich selbst und / oder andere in eine gemeinsame Richtung zu bewegen, d.h. zu überzeugen, zu motivieren, zu gewinnen, zu helfen, sich auszutauschen, sich gegenseitig anzuerkennen und ggf. sich umzustellen.Führung ist ein ständiger Kommunikationsprozess zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten.

Unser Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen den Wünschen der Bewohner, dem Angebot des Hauses und den Vorstellungen des Personals unter Berücksichtigung der fachlichen Standards herzustellen.

Der Wunsch des Bewohners genießt die höchste Priorität.

Aus Sicht der Bewohner

Die Bedürfnisse der Bewohner haben sich in den letzten Jahren von der Versorgungspflege hin zur ganzheitlichen Pflege entwickelt.

Heute sind Autonomie und persönliche Entfaltung selbstverständlich.

Aus Sicht der Mitarbeiter

Die Bedürfnisse und Werte von Mitarbeitern haben sich in den letzten Jahren dahingehend geändert, dass die Wünsche nach Achtung und Selbstverwirklichung in den Vordergrund getreten sind.

Wichtig sind heute: Teamgeist, Offenheit, Mitbestimmung und Kontaktfähigkeit.

Schussfolgerung

Das Führungsverhalten basiert auf unserem Leitbild und ist demokratisch. Da sich die Bedürfnisse und Werte der im Haus lebenden und arbeitenden Menschen ständig verändern, wird unsere Führungsphilosophie immer wieder neu überdacht, weiterentwickelt und angepasst.

Aufbauorganisation

Tagesablauf und Angebote

Die hier in einer Zeitleiste aufgelisteten Dienstleistungen stellen das standardisierte Basisangebot dar. Auf Wunsch und nach Absprache kann der einzelne Bewohner die Angebote auch zeitlich umdisponieren.

Pflegedienste

Ehrenamt Freundeskreis

Die Tatsache, dass der Träger durch die Dorfgemeinschaft gestellt wird, ist in vielen Bereichen spürbar. Ehrenamtliche gestalten täglich das Leben im Heim mit.

Animation und Thearpie

Tagespflege

Qualitätsmanagement

Die Art und Weise des Qualitätsmanagements ist so gestaltet, dass sich die Mitarbeiter darin wiederfinden können und es ihnen Freude bereitet, die Qualität ihrer Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Dazu bieten wir eine komplexe Hilfestellung an. Diese erstreckt sich vom Vorstellungsgespräch über die gesamte Berufslaufbahn.

Dem Qualitätsmanagement sind folgende Elemente zu Grunde gelegt:

Intensives Vorstellungsgespräch

Es nehmen immer mehrere Führungskräfte des Hauses daran teil. Innerhalb dieser Gespräche legt das Heim sein Leitbild, seinen Führungsstil und die Arbeitsmethode offen.

Begleitete Einarbeitungsphase

Wir stellen jedem neuen Mitarbeiter einen Paten zur Seite, der diese Phase auf menschlicher und fachlicher Ebene begleitet.

Austausch und Bewertungsgespräche

Innerhalb der gesetzlichen Probezeit finden mindestens zwei Gespräche mit dem neuen Mitarbeiter statt, in denen gemeinsame Ziele und Erwartungen definiert und bewertet werden.

Weiterbildungsangebote

Sie werden öffentlich ausgehängt.

Die Mitarbeiter werden durch Übernahme der Kursgebühr zur Teilnahme motiviert.

Wir finanzieren im Durchschnitt 6.000 bezahlte Weiterbildungsstunden pro Jahr.

Teambesprechnung

Sie finden monatlich in multidisziplinärer Besetzung während der regulären Arbeitszeit statt.

Jährliche Entwicklungsgespräche

Diese finden mit der Heim- und Teamleitung statt und ermöglichen jedem Mitarbeiter seine berufliche Entwicklung zu planen und zu überprüfen.

Partizipation

Die Erarbeitung von Pflegestandards erfolgt nach wissenschaftlichen Vorgaben unter Einbeziehung (Vorschlagwesen / Qualitätszirkel) der Mitarbeiter.

 

Fachkräfte werden ermuntert Verantwortung für Teilbereiche zu übernehmen.

Ständige Verbesserung

Unsere IT-gestützte Pflegeprozessplanung liefert Qualitätskennzahlen, die im Führungskreis analysiert werden und Anstöße zu weiteren Schulungen und Verbesserungen geben.

Öffentlichkeitsarbeit

Dorfintegration durch Urspurng

Das Marienheim wurde im Jahr 1865 durch eine Stiftung an die Bevölkerung der Gemeinde Raeren ins Leben gerufen. Konkret bedeutet dies, dass die Raerener Bevölkerung Träger des Heimes ist.

Diese Integration macht sich bemerkbar durch:

Religiösen Austausch

Wöchentlich werden zwei Messfeiern für alle Heim- und Dorfbewohner in unserer Hauskapelle angeboten.

Besondere Anlässe wie z.b. Aussendungsgottesdienst der Sternsinger, Besuch der Erstkommunionkinder, Jahrmesse der verstorbenen Bewohner fördern den Austausch zwischen den Bewohnern und der Dorfbevölkerung.

Kulturellen Austausch

Theatergruppen, Karnevalsvereinigungen, diverse Musik- und Gesangvereine bringen ihr öffentliches Programm regelmäßig im Marienheim dar.

Generationsübergreifender Austausch

Es besteht ein enges Verhältnis zu den lokalen Jugendgruppen, den Schulen und den Kindergärten.

Mehrmals pro Jahr finden Besuche statt.

Austausch durch vielseitige Angebote

Das Marienheim ist kein reines Alten- und Pflegewohnheim. Wir bieten zusätzlich Tagesbetreuung, Kurzzeitpflege, Mittagstisch und öffnen unsere Animation der Dorfbevölkerung. Wir fördern den Austausch zwischen interner und externer Kundschaft.

Transparenz

Die Öffentlichkeitsarbeit des Marienheims umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, unsere Arbeit und unser Haus für alle Interessenten (Hausbewohner, Familienangehörige, MitarbeiterInnen, Dorfbewohner) anschaulich zu gestalten.

Durch diese Transparenz soll das Zugehörigkeitsgefühl gefestigt und ausgebaut werden.

Vernetzung

Eine Vernetzung und enge Zusammenarbeit mit nachstehenden Institutionen wird durch regelmäßigen Austausch gewährleistet:

Im pflegerischen Bereich

  • Krankenpflegevereinigung der Deutschsprachigen Belgier (KPVDB)
  • Palliativpflegeverband der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG)
  • Pflegerische Austauschgruppen (Wundpflege, Hygiene,...)
  • Bereichspezifische Austauschgruppen (Sturzprävention, Ergotherapie,...)

Im sozialen Bereich

  • Freunde des Marienheims (Fahrdienst & Ehrenamt)
  • Josephine Koch Service (Fahrdienst)
  • Wir für Euch (Fahrdienst für Schwerstbehinderte)
  • Stundenblume (Besucherdienst & Ehrenamt)

Jugendgruppen und Schulen

  • Jugendheim
  • Pfadfinder
  • Katholische Landjugend
  • Primar- und Sekundarschulen der DG

Praktika & Diplomarbeiten

  • Krankenpflegeschule Eupen
  • Krankenpflegeschule Lüttich
  • Paramedizinschulen Lüttich (HELMO & Barbou)
  • Käthe-Kollwits-Schule Aachen (Ergotherapie)
  • Robert Schumann Institut Eupen (Pflegehelfer)
  • Maria Goretti Schule St-Vith (Pflegehelfer)
  • FOREM (Pflegehelfer)
  • Dienststelle für Personen mit Behinderung der DGP
  • Pädagogische Hochschule der DG (Sozialpraktika)
  • Pater Damian Schule Eupen (Sozialpraktika)
  • Königliche Athenäum Eupen (Sozialpraktika)

Altenheimvereinigigung

  • Fédération des Institutions Hospitaliers de la Wallonie
  • Heimleitergruppe der DG
  • Pflegedienstleitergruppe der DG
  • Beirat der Aufnahmestrukturen für Senioren